Die Geschichte des Angelsportverein Obertshausen e.V. 1935

14. Mai 1935

Der Verein wurde am 14. Mai 1935 von 14 Petrijüngern gegründet: Adam Ackermann, Jakob Berthold, Franz Becker, Heinrich Bergmann, Kaspar Döbert, Georg Grassan, Martin Grassan, Jakob Grassan, Heinrich Grassan, Wilhelm Hach, Johann Krämer, Martin Perl und Adam Posledni.

Diesen Männern, vor allem Adam Posledni nach dem Krieg, und ihrer unermüdlichen Schaffenskraft verdanken wir, dass wir inzwischen auf eine lange Tradition zurückblicken können.
Damals mußten die Petrijünger noch 14 Kilometer weit fahren, um ihrer Leidenschaft, dem Angeln nachgehen zu können.

1945

Nach den Wirren des 2. Weltkrieges war es dem Sportfreund Adam Posledni mit Hilfe von Wilhelm Döbert gelungen, die Militärregierung zu überzeugen, dass der Angelsportverein Obertshausen kein parteipolitischer Verein, sondern ein Sportverein war.

Bis 1952

Bis 1952 leitete Adam Posledni, mit Unterstützung von Jakob Berthold und Martin Grassan. den Verein. Er war Schriftführer, Kassierer und Erheber in einer Person und gilt somit vollkommen zu Recht als der "Vater des Vereines".

Danach fand sich unter 24 Mitgliedern Adam Winter, der den überlasteten Adam Posledni als Vorsitzender ablöste. Kassierer wurde Helmut Wettig.

Im Jahr 1956

 Im Jahr 1956 gelang es, ein Fischwasser zu pachten, und zwar die Kiesgrube von Herrn Karl Reis. Es wurden 3 Zentner Weißfische eingesetzt, hinzu kam ein Zentner, den Karl Reis stiftete. In den folgenden 4 Jahren kamen Karpfen, Schleien und 1200 Aale hinzu. Ab diesem Zeitpunkt nahm die Mitgliederzahl ständig zu.

1960

1960 gelang es, in Hainhausen ein weiteres Gewässer zu pachten. Im Februar 1962 gehörten dem Verein 105 Mitglieder an. So hatte sich aus dem unscheinbaren Angelverein der fünftgrößte Verein des Ortes entwickelt. In dieser Zeit wurden Verhandlungen mit der Gemeinde bezüglich eines Gemeindewassers geführt und unter der Leitung von Franz Ludwig auch abgeschlossen. Dieser löste Adam Winter nach 10-jähriger erfolgreicher Vorstandsarbeit als Vorsitzender ab.

1964

1964 wurde das Anglerheim aus Abbruchteilen erbaut und war 12 Jahre der Treffpunkt für Angler und Freunde des Vereins. Es war zwar rustikal, aber trotzdem gemütlich.

1965

1965 wurde der 30. Vereinsgeburtstag gebührend gefeiert. Neben der alten Obertshausener Turnhalle wurde in einem Festzelt zur akademischen Feier und einem "Bunten Abend" geladen. Es kamen viele Gäste, darunter Vertreter der Landesregierung, der Gemeinde und anderer Vereine, um ihre Glückwünsche zu überbringen. Im Rahmen dieses dreitägigen Festes wurden die verdienten Vereinsmitglieder geehrt. Ein Festzug mit allen honorigen Gästen fuhr durch die Stadt. Bei einer Tombola wurde als erster Preis ein VW-Käfer verlost, der von Festpräsident Karl Mayer gestiftet wurde. In den folgenden Jahren wechselten häufiger die Pächter des Gewässers, was jeweils schwierige Verhandlungen mit sich brachte. Der damalige Vorsitzende, Willi Klohocker, setzte sich jedoch mit Bravour für die Vereinsinteressen ein. So konnten die Gewässer (drei Teile) immer im fischwirtschaftlichen Sinn besetzt und die vorhandene Natur gehegt und geschützt werden.

Ab 1972

Ab 1972 hat die Gemeinde Obertshausen die gesamten Grundstücke gekauft und in mehreren Stufen zu dem heutigen Gebiet vereint. Unser heutiges Grundstück wurde unter der Leitung von Dieter Ott gegen die gekauften Grundstücke eingetauscht. Damit war die Grundlage für unser späteres Vereinsheim geschaffen.

Im Januar 1973

Im Januar 1973 konnte sich Willi Klohocker aus gesundheitlichen Gründen nicht länger als erster Vorsitzender zur Verfügung stellen. Dieter Ott leitete bis 1975 die Geschicke des Vereins.

Ab 1975

Ab 1975 wurde Ernst Prahl neuer Vorsitzender. Während dieser Zeit wurde nicht nur das Königsangeln weiter gepflegt, sondern es entstanden die ersten konkreten Pläne zum Bau des neuen Vereinsheimes.

1976

Das Vereinsheim wurde vermutlich durch Brandstiftung zerstört.

Im Oktober 1978

Im Oktober 1978 wurde der erste Spatenstich getan. Der Rohbau wurde von einer Baufirma aus Obertshausen erstellt. Alle folgenden Arbeiten, Kacheln, Böden, Fenster, das Dach, Verputzen, Küchenausbau, Elektrik, Sanitäres, einfach alles, was zum Innenausbau gehört, erledigten unsere Mitglieder in insgesamt 1.600 Arbeitsstunden.

1989

Mit dem Bau eines neuen Vereinsheimes begann ein vollkommen neuer Abschnitt seit Bestehen des Vereins. Zuerst waren die Mitglieder gefordert, in Eigenhilfe das Vereinsheim zu bauen und was noch viel problematischer wurde, es dann auch kontinuierlich zu bewirtschaften. Jedes Mitglied wurde verpflichtet, eine Woche, von Montag bis Sonntag, Kantinendienst zu leisten. Gleichzeitig wurde ein Kantinenausschuß gegründet, der zusätzlich bei Sonderveranstaltungen die Gaststätte bewirtschaftete, wodurch einiges Geld in die Vereinskasse floß. Dies funktionierte anfangs noch recht gut, wurde aber mit zunehmender Dauer immer problematischer, da immer weniger Mitglieder bereit waren, den Kantinendienst zu leisten. Das Ende vom Lied war, daß der Verein die Gaststätte ab 1989 verpachten musste.